Geschichte und Ursprung von Lima
Lima entstand 1957 aus der Begegnung zwischen zwei Männern unterschiedlicher Herkunft: Pierre Gevaert, einem belgischen Umweltaktivisten, überzeugt, dass biologische Landwirtschaft der beste Weg für Gesundheit und Umwelt sei, und Georges Ohsawa, japanischer Philosoph und Lehrer, Gründer der Makrobiotik. Im Zentrum des Ohsawa-Denkens steht die Philosophie von Yin und Yang — die Harmonie zwischen gegensätzlichen und sich ergänzenden Elementen — die er insbesondere auf die Ernährung anwendet. Von diesem Ansatz fasziniert, beschliesst Pierre Gevaert, eine Marke für natürliche, gesunde und pflanzenbasierte Lebensmittel zu gründen, inspiriert von japanischen Traditionen. Er tauft die Marke Lima zu Ehren der Ehefrau von Georges Ohsawa.
Bereits in den Anfangsjahren macht die Marke in Europa Produkte populär, die bis dahin der japanischen Küche vorbehalten waren: Yannoh (Getränk aus geröstetem Getreide, Mokka-Geschmack ohne Koffein), Tamari (reine fermentierte Sojasauce), Tahin (Sesampaste), Miso und Reiswaffeln. Bemerkenswerte Meilensteine: 1991 lanciert Lima Rev'Riz, das erste Reisgetränk Europas, und öffnet damit den Weg für pflanzliche Getränke. Wenig bekannt: Das Lima-Lastenheft diente als Referenz für die Erarbeitung des ersten europäischen Bio-Lastenhefts. 2016, nach fast 60 Jahren Vegetarismus, wird das Sortiment zu 100% vegan und konkretisiert damit den Willen der Marke, für die Umweltauswirkungen des übermässigen Konsums tierischer Produkte zu sensibilisieren. Das Unternehmen gehört heute zur gleichen Gruppe wie Danival, eine weitere historische Marke des französischen Bio-Segments.
Engagement, Zertifizierungen und Qualitätskontrolle
Lima kumuliert eine Reihe von Engagements, die im Bio-Lebensmittelbereich selten gleichwertig sind. Das gesamte Sortiment ist bio-zertifiziert (belgische Biogarantie-, französische AB-Label und europäisches Logo). 28 Produkte sind nach AOECS (Association of European Coeliac Societies) für verstärkte glutenfreie Garantie zertifiziert. Das Unternehmen wendet die Normen ISO 22000 (Lebensmittelsicherheitsmanagement) und HACCP an. Ein internes Labor — Lima Expert — führt systematische Analysen durch, darunter Radioaktivitätstests auf aus Japan importierten Produkten. Die Verpackungen enthalten weder BPA noch Phthalate.
Die Rückverfolgbarkeit der Rohstoffe ist ein grundlegendes Kriterium: Seit über 30 Jahren pflegt Lima direkte und dauerhafte Beziehungen zu persönlich ausgewählten Landwirten. Die Zutaten werden in reiner Form verwendet, ohne Zusatz- oder Konservierungsstoffe. Auf Umweltebene sind 85% der Verpackungen mittlerweile recycelbar oder kompostierbar, aus Zuckerrohr oder erneuerbaren pflanzlichen Materialien hergestellt. Das Unternehmen arbeitet in einem klimaneutralen ökologischen Gebäude. Lima unterstützt ebenfalls mehrere vegetarische Verbände (französische AVF, belgische EVA, niederländischer Vegetariërsbond), die GoodPlanet-Stiftung und die belgische Lebensmittelbank Voedselbank.
Das Sortiment Lima bei Green-Shop
Green-Shop bietet das Lima-Sortiment in mehreren Universen. Die japanischen Klassiker bilden die historische DNA der Marke: Tamari (fermentierte Sojasauce ohne Weizen, glutenfrei, auch in der Version 25% weniger Salz), Shoyu (traditionelle fermentierte Sojasauce mit Weizen), Tahin (vollständige oder geschälte Sesampaste, streichfähig oder zum Kochen), Miso (fermentierte Soja- oder Reispasten), Gomasio (Sesam-Meersalz-Würze) und Wasabi. Die Pflanzengetränke umfassen die Linie Rev'Riz (Reis, Reis-Mandel, Reis-Kokos, Reis-Mokka) sowie Hafer-, Dinkel- und Sojagetränke.
Die Getreide- und Waffelabteilung umfasst Reiswaffeln (natur, Quinoa, Schokolade), Bio-Müesli, Haferflocken und Vollkorngetreide. Das emblematische Heissgetränk Yannoh (koffeinfreies geröstetes Getreide, Instant oder Filter) bietet eine Alternative zum Kaffee. Die pflanzlichen Alternativen umfassen Seitan, Tempeh, pflanzliche Burger und Falafel, besonders geschätzt von vegetarisch und flexitarisch lebenden Konsumenten. Die Saucen und Gewürze, Aufgüsse und grüne Tees (Green t'e) sowie die glutenfreien Produkte vervollständigen den Katalog. Entdecken Sie auch alle unsere Partnermarken.
FAQ
Wer hat Lima gegründet und wann?
Lima wurde 1957 in Belgien von Pierre Gevaert gegründet, nach seiner Begegnung mit dem japanischen Philosophen Georges Ohsawa, dem Gründer der Makrobiotik. Der Markenname ist eine Hommage an Lima, die Ehefrau von Georges Ohsawa.
Sind alle Lima-Produkte bio und vegan?
Ja, 100% des Lima-Sortiments sind bio-zertifiziert (Biogarantie, AB, europäisches Logo). Seit Anfang 2016 ist der gesamte Katalog zudem zu 100% vegan, ohne jegliche Zutaten tierischen Ursprungs. 28 Produkte sind nach AOECS glutenfrei zertifiziert.
Was ist Tahin und wofür wird es verwendet?
Tahin ist eine Sesampaste, gewonnen durch Mahlen vollständiger oder geschälter Sesamsamen. Es ist eine wesentliche Zutat des traditionellen Hummus, der Tahinisauce und orientalischer Süssigkeiten (Halva) und kann auch pur als Brotaufstrich, in Vinaigrettes oder Saucen verzehrt werden. Sehr reich an pflanzlichen Proteinen und Kalzium.