Grapefruitkernextrakt (GSE) wird durch das Mahlen der Kerne der Grapefruit, der Frucht des Grapefruitbaums (Citrus paradisi), gewonnen. Doch die Gewinnung ist nicht so einfach, wie es scheint… Obwohl Grapefruitkernextrakt heute weithin bekannt und ein wertvolles Produkt ist, wird er leider allzu oft von Herstellern verfälscht. Wie wird er gewonnen und welche Kriterien sollten Sie beim Kauf von Grapefruitkernextrakt beachten?
Was ist Grapefruitkernextrakt?
Hochwertiger Grapefruitkernextrakt erfordert einen aufwendigen Herstellungsprozess. Doch die Bezeichnung kann irreführend sein. Grapefruitkernextrakt wird nämlich nicht aus der „echten“ Grapefruit (Citrus maxima), sondern aus der Pampelmuse (Citrus paradisi) gewonnen. Die Pampelmuse, oft fälschlicherweise als Grapefruit bezeichnet, ist die Frucht, die wir im Handel finden und am häufigsten konsumieren. Tatsächlich handelt es sich bei der Pampelmuse um eine Hybride der natürlichen Art Citrus maxima. Die echte Grapefruit hat eine gelblich-grüne, dicke Schale und zahlreiche Kerne. Die Pampelmuse hingegen hat eine gelbe oder rosa (am häufigsten) Schale und ein saftigeres, weniger bitteres und süßeres Fruchtfleisch als ihre Verwandte. Deshalb ist sie beliebter und wird häufiger vermarktet als Citrus maxima. Daher sollte die Bezeichnung „Grapefruitkernextrakt“ korrekterweise als „Pomelosämmenextrakt“ verstanden werden.
Andererseits wird Grapefruitkernextrakt nicht nur durch das Mahlen der Kerne gewonnen. Er enthält auch etwas Fruchtfleisch und einen Teil der weißen Haut der Grapefruit. Die Herstellung muss zudem strengen Standards entsprechen, um einen hochwertigen Grapefruitkernextrakt zu gewährleisten. Wenn Sie den Kauf eines solchen Extrakts erwägen, sollten Sie einige Punkte beachten, da Grapefruitkernextrakt nicht gleich Grapefruitkernextrakt ist. Hier finden Sie unsere Tipps, damit Sie das bestmögliche Produkt auswählen.
Wie wählt man Grapefruitkernextrakt aus?
Um die Qualität eines Grapefruitkernextrakts sicherzustellen, müssen verschiedene Kriterien geprüft werden. Nehmen Sie sich daher die Zeit, die Informationen auf der Verpackung zu lesen und gegebenenfalls online zu recherchieren: Marke, Herstellungsverfahren, Zertifizierungen usw.
Als Erstes sollte man die Fruchtart für die Kernextraktion prüfen. Grapefruitkernextrakt (GSE) sollte aus Citrus paradisi (Pomelo) und nicht aus Citrus maxima hergestellt werden, da deren Kerne eine andere Zusammensetzung aufweisen. Anschließend ist das Extraktionsverfahren entscheidend. Idealerweise wählt man einen kaltgepressten Grapefruitkernextrakt. Dieses mechanische Verfahren hat den Vorteil, die Rohstoffe bestmöglich zu erhalten. Kaltpressung bedeutet, dass die Kerne bei Raumtemperatur (ohne Erhitzen) in einer Presse zerkleinert werden. Dies ist eines der besten Extraktionsverfahren für Grapefruitkernextrakt sowie für Pflanzenöle aus Samen und Ölsaaten.
Achten Sie auch auf die Inhaltsstoffe des Produkts. Prüfen Sie zunächst den Anteil an Grapefruitkernextrakt, der mindestens 33 % betragen sollte. Die Rezeptur kann außerdem ein Stabilisierungsmittel (wie Glycerin), Vitamin C oder sogar Grapefruitkernextrakt aus Citrus maxima enthalten. Das ist nicht unbedingt schlecht, solange Grapefruitkernextrakt aus Citrus paradisi der Hauptbestandteil bleibt. Wählen Sie idealerweise einen zertifizierten Bio-Grapefruitkernextrakt, da Grapefruits stark verarbeitet werden. Dies hilft, Pestizidrückstände zu vermeiden. Vermeiden Sie schließlich Produkte mit chemischen Konservierungsstoffen (Benzalkoniumchlorid, Triclosan, Parabene usw.).
