Bio-Quinoa: Herkunft, Sorten und Zusammensetzung
Quinoa (Chenopodium quinoa) ist eine krautige Pflanze aus der Familie der Gänsefussgewächse, ursprünglich von den Hochebenen der peruanischen und bolivianischen Anden — seit über 5 000 Jahren von den andinen Kulturen angebaut, die sie «chisaya mama» nannten (Mutter aller Körner). Botanisch ist Quinoa ein Pseudogetreide: Die Körner werden in der Küche wie Getreide verwendet, die Pflanze gehört aber nicht zu den Süssgräsern. Quinoa ist von Natur aus glutenfrei und liefert alle essenziellen Aminosäuren.
Weisser Bio-Quinoa: die häufigste und mildeste Sorte — elfenbeinfarbene, leicht durchscheinende Körner, nach dem Kochen leicht und locker. Kurze Kochzeit: 15 Minuten in der doppelten Wassermenge nach dem Spülen. Der vielseitigste Quinoa — passt zu kalten Salaten wie zu warmen Gerichten, Bowls und süssen Zubereitungen (Porridge, Müesli).
Roter Bio-Quinoa: festere rote Körner, etwas längere Kochzeit (17-18 Minuten). Knackigere Textur nach dem Kochen — er hält sich besser in gemischten Salaten und Schmorgerichten. Ausgeprägterer Geschmack als der weisse, leicht erdig und nussig. Schöne Farbe im Teller.
Schwarzer Bio-Quinoa: die seltenste Sorte — schwarze Körner, Kochzeit 18-20 Minuten, die festeste Textur der drei. Milder, leicht süsser Geschmack, diskret erdiges Aroma. Behält seine Farbe nach dem Kochen besser als der rote. Geschätzt für Optik und knackige Textur.
Dreifarbiger Bio-Quinoa: Mischung aus weissem, rotem und schwarzem Quinoa — ausgewogene Texturen und Aromen, schöne Präsentation. Kochzeit 17-18 Minuten je nach Sortenanteil.
Saponine: Quinoa ist von Natur aus mit Saponinen überzogen — bitteren Verbindungen, mit denen sich die Pflanze vor Insekten und Vögeln schützt. Spülen Sie Quinoa vor dem Kochen immer 1 bis 2 Minuten unter kaltem Wasser, auch bei der Angabe «vorgespült» — ein zusätzliches Spülen entfernt die letzten Bitterspuren. Schäumendes Spülwasser ist normal — so reagieren die Saponine auf Wasser.
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Bio-Quinoa kochen und verwenden
Grundzubereitung: Quinoa 1 bis 2 Minuten unter kaltem Wasser spülen. Mit der doppelten Menge kaltem Wasser und einer Prise Salz in eine Pfanne geben. Aufkochen, auf kleine Stufe zurückschalten, zudecken und 15 Minuten (weiss) bis 20 Minuten (schwarz) kochen, ohne den Deckel zu heben. Vom Herd nehmen und 5 Minuten zugedeckt ruhen lassen — die Körner quellen fertig, und der charakteristische weisse Keim rollt sich spiralförmig aus. Vor dem Servieren mit der Gabel auflockern.
Vor dem Kochen rösten: Den gespülten, getrockneten Quinoa 2 bis 3 Minuten trocken in der Pfanne anrösten — die Körner werden leicht golden und entwickeln ein ausgeprägteres Aroma nach gerösteter Haselnuss. Danach wie gewohnt kochen.
In der Küche: Protein-Bowl mit geröstetem Gemüse und Tahini-Sauce, Quinoa-Taboulé (als Bulgur-Ersatz), Quinoa-Gemüsesuppe, Quinoa-Bratlinge (mit Ei und Kräutern gemischt), weisser Quinoa-Porridge mit Pflanzendrink zum Frühstück, gepuffter Quinoa fürs Dessert (gekocht, im Ofen getrocknet und in der trockenen Pfanne gepufft).
Aufbewahrung: Trockener Quinoa im luftdichten Behälter, geschützt vor Licht und Feuchtigkeit — 12 bis 24 Monate. Gekochter Quinoa im Kühlschrank im luftdichten Behälter — 4 bis 5 Tage. Gekochter Quinoa lässt sich gut einfrieren — vorher portionieren.
FAQ — Bio-Quinoa
Warum ist Quinoa glutenfrei, obwohl er wie Getreide verwendet wird?
Quinoa gehört zu den Gänsefussgewächsen (Amarant, Randen, Spinat) und nicht zu den Süssgräsern (Weizen, Gerste, Roggen), die Gluten enthalten. Seine Proteinzusammensetzung ist völlig anders — er enthält weder Gliadin noch Glutenin, die Proteine, aus denen Gluten entsteht. Darum eignet er sich von Natur aus für Zöliakie-Betroffene und Personen mit Glutenunverträglichkeit. Prüfen Sie bei Zöliakie die Angabe «glutenfrei» auf der Verpackung — eine Kreuzkontamination bei der Abfüllung bleibt möglich.
Was unterscheidet weissen, roten und schwarzen Quinoa?
Die drei Sorten sind nutritiv sehr ähnlich — die Hauptunterschiede liegen in Textur und Kochzeit. Der weisse ist der mildeste und lockerste (15 Min.). Der rote ist fester und knackiger (18 Min.), ideal für Salate. Der schwarze ist der festeste und seltenste (20 Min.), geschätzt für seine Optik. Geschmacklich sind die Unterschiede subtil — Rot und Schwarz sind etwas ausgeprägter als Weiss.
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