Bio Saatgut: Ausgangspunkt eines wirklich natürlichen Gartens
Wirklich ökologischer Garten beginnt mit dem Saatgut — noch vor Boden, Dünger oder Behandlungen. Bio-zertifiziertes Saatgut zu wählen garantiert dass Samen vor der Aussaat nicht mit synthetischen Fungiziden oder Insektiziden behandelt wurden und aus nach biologischen Grundsätzen angebautem Pflanzen stammen. Erstes Glied einer kohärenten Biogarten-Kette.
Bio-zertifiziertes vs konventionelles Saatgut: konventionelles Saatgut oft mit Fungiziden (Thiram, Iprodion) oder systemischen Insektiziden (Imidacloprid) gebeizend zur Keimschutzbehandlung. Diese Behandlungen unsichtbar für das Auge aber kontaminieren Boden bei der Aussaat. Bio-zertifiziertes Saatgut (Bio Suisse, Demeter oder gleichwertiges Label) ohne chemische Behandlungen produziert — keimt natürlich dank innewohnender Samenqualität und lebendigem gut vorbereitetem Boden.
Nachbaufähige vs F1-Hybridsamen: F1-Hybridsamen (aus kontrollierten Kreuzungen zweier Elternlinien) produzieren einheitliche ertragreiche Pflanzen aber ihre Samen sind nicht treu nachbaufähig — aus F1 geernteten Samen wachsende Pflanzen verlieren Elterngenerationsmerkmale. Alte nachbaufähige Sorten ermöglichen jahresübergreifende Nachsaat, Erhaltung und Austausch lokal an Terroir angepasster Sorten, Reduzierung der Abhängigkeit von Saatgutherstellern. Oft robuster und besser an lokale Klimabedingungen angepasst.
Gemüsesaatgut: Tomaten, Zucchini, Bohnen, Karotten, Salate, Radieschen, Spinat, Rüben — alte Bio-Sorten bieten geschmackliche und morphologische Vielfalt weit über uniformierte Supermarktsorten hinaus. Ans Klima und Bodentyp angepasste Sorten wählen.
Aromatische und medizinische Pflanzensamen: Basilikum, Schnittlauch, Petersilie, Koriander, Thymian, Rosmarin, Lavendel, Melisse — eigene Kräuter im Topf oder Freiland anbauen. Bio-Kräutersamen ermöglichen frische Kräuter die ganze Saison ohne Pestizide.
Blumensamen: Sonnenblumen, Kapuzinerkresse, Borretsch, Phacelia, Cosmea — bienenfreundliche Bio-Blumen ziehen Bestäuber (Bienen, Hummeln, Schmetterlinge) und Nützlinge an die Garten natürlich vor Schädlingen schützen. Kapuzinerkresse und Borretsch auch essbar.
Biologisch abbaubare Anzuchtschalen: unsere Anzuchtschalen aus Naturfaser ermöglichen Samenvoranzucht drinnen vor dem Umpflanzen — Töpfchen direkt ohne Wurzelstörung in Freiland umpflanzen.
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Aussaattipps für erfolgreiche Bio-Samen
Aussaatkalender: jede Art hat optimale Aussaatzeit — Angaben auf Samentüte beachten. In der Schweiz beginnen Innenaussaaten généralement März-April für Mai-Umpflanzen nach den Eisheiligen (11.-13. Mai). Freilandaussaaten April bis Juli je nach Art.
Substrat: biologisch leichtes nährstoffarmes Anzuchtsubstrat verwenden — Samen haben eigene Keimungsreserven. Zu nährstoffreiches Substrat fördert übermässiges oberirdisches Wachstum auf Kosten der Wurzeln. Substrat vor der Aussaat anfeuchten.
Tiefe: Faustregel — in Tiefe des 2- bis 3-fachen Samendurchmessers säen. Sehr kleine Samen (Salat, Basilikum) oberflächlich ohne Abdeckung aussäen. Grosse Samen (Bohnen, Kürbisse) 2-3 cm tief.
FAQ — Bio Saatgut & Samen natürlich
Kann man von Bio-Saatgut geerntete Samen nachsäen?
Ja für alte nachbaufähige Sorten — das ist sogar einer ihrer Hauptvorteile. Einige Pflanzen in Samen schossen lassen, bei voller Reife Samen ernten, an trockenem belüftetem Ort trocknen, in beschrifteten Papiertüten an kühlem trockenem Ort aufbewahren. Samen der meisten Gemüsearten 2 bis 5 Jahre je nach Art haltbar.
Was ist der Unterschied zwischen Bio-Saatgut und unbehandeltem Saatgut?
Unbehandeltes Saatgut nicht mit Fungiziden oder Insektiziden gebeizt aber kann aus konventionell angebauten Pflanzen stammen. Bio-zertifiziertes Saatgut garantiert sowohl fehlende Samenbehandlung ALS AUCH biologischen Anbau der Mutterpflanze — vollständigeres Zertifizierungsniveau.
Liefern Sie Bio-Saatgut in die ganze Schweiz?
Ja, schnelle Lieferung in die gesamte Schweiz ab CHF 79.— Einkaufswert.