Mechanisches Peeling, Enzympeeling oder Fruchtsäurepeeling: Welches wählen?
Für die Gesichtsexfoliation gibt es drei unterschiedliche Ansätze – die Wahl hängt vom Hauttyp, von der Empfindlichkeit der Haut und vom gewünschten Ergebnis ab.
Mechanisches Peeling: Natürliche Peelingkörner (Mandelpulver, gemahlene Nussschalen, Rohrzucker, Salzkristalle, Reispulver) reiben sanft über die Hautoberfläche und lösen so abgestorbene Hautzellen – eine rein mechanische Wirkung mit sofort sichtbarem Effekt. Bei empfindlicher oder reaktiver Haut massvoll anwenden und feine, abgerundete Körner wählen, um die Haut zu schonen. Bio-Formeln setzen auf 100 % biologisch abbaubare Körner – im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Peelings mit Mikroplastik (Polyethylen, Polypropylen), das in der EU für abzuspülende Produkte seit 2023 verboten ist, andernorts aber noch in manchen Formeln steckt. Für den Körper greifen Sie zu den Bio-Körperpeelings, deren Körner auf weniger empfindliche Zonen abgestimmt sind.
Enzympeeling: Enzyme pflanzlichen Ursprungs (Papain aus der Papaya, Bromelain aus der Ananas, Kiwi-Enzyme) lösen die Verbindungen zwischen den abgestorbenen Zellen – ganz ohne Körner und ohne Massage. Ideal für empfindliche, reaktive oder zu Rötungen neigende Haut, da keinerlei Reibung entsteht. Die Wirkung ist sanfter, das Ergebnis etwas weniger unmittelbar, dafür besonders schonend. Das Enzympeeling von Annemarie Börlind ist der Klassiker dieser Kategorie.
Fruchtsäurepeeling (AHA/BHA, «chemisches Peeling»): Glycolsäure, Milchsäure, Mandelsäure (AHA) oder Salicylsäure (BHA) pflanzlichen Ursprungs. Sie exfolieren ohne Körner und unterstützen die Ablösung abgestorbener Zellen an der Hautoberfläche – AHA für Glow und Ebenmässigkeit, BHA für Misch- und unreine Haut. Diese Wirkstoffe sind höher konzentriert – beginnen Sie mit einer niedrigen Konzentration und seltener Anwendung, und verwenden Sie tagsüber immer einen Sonnenschutz. Bei sehr empfindlicher oder gereizter Haut nicht empfohlen; in der Schwangerschaft auf Salicylsäure verzichten und im Zweifel die Frauenärztin oder den Frauenarzt fragen.
Konjac-Schwamm: der sanfteste Weg zu exfolieren – täglich. Der Schwamm aus der Konjac-Wurzel wird mit Wasser weich und reinigt die Haut mit leichtem Peelingeffekt, ohne Körner und ohne Tenside. Mit Bambuskohle für unreine Haut, mit rosa Tonerde für empfindliche Haut, mit Grüntee für normale Haut. Alle 2 bis 3 Monate ersetzen. Entdecken Sie die Bio-Gesichtsmasken als Ergänzung Ihrer Peeling-Routine, die Bio-Tagescremes für die Pflege nach dem Peeling sowie das gesamte Sortiment der natürlichen Gesichtspflege.
Häufigkeit und Anwendungstechnik
Die ideale Häufigkeit hängt vom Hauttyp ab: einmal pro Woche für normale bis trockene Haut, höchstens zweimal pro Woche für fettige oder Mischhaut. Empfindliche Haut kann sich auf ein Enzympeeling alle zwei Wochen beschränken.
Technik: Tragen Sie das Peeling auf die saubere, leicht feuchte Haut auf. Massieren Sie es 30 bis 60 Sekunden in sanften kreisenden Bewegungen ein – nie länger. Meiden Sie die Augenpartie sowie gereizte Stellen und Unreinheiten. Spülen Sie gründlich mit lauwarmem Wasser ab. Tragen Sie anschliessend ein Gesichtswasser und danach Ihre gewohnte Creme auf – die frisch exfolierte Haut nimmt die nachfolgende Pflege besonders gut an.
Fehler, die Sie vermeiden sollten: gereizte oder strapazierte Haut peelen, ein Körperpeeling im Gesicht verwenden (zu grobe Körner), öfter als zweimal pro Woche exfolieren (die Haut braucht Zeit zwischen zwei Anwendungen) und ein mechanisches Peeling auf aktiven Unreinheiten anwenden.
FAQ – Bio-Gesichtspeeling
Kann man ein Bio-Gesichtspeeling täglich verwenden?
Nein – selbst die sanftesten Enzympeelings sind für die tägliche Anwendung nicht empfohlen. Zu häufiges Peelen strapaziert den natürlichen Schutzfilm der Haut und kann zu Rötungen und Unbehagen führen. Ein- bis zweimal pro Woche ist das Maximum für die grosse Mehrheit der Hauttypen – einzig der Konjac-Schwamm eignet sich für den täglichen Gebrauch.
Ist ein Bio-Gesichtspeeling für empfindliche Haut geeignet?
Ja – mit der richtigen Formel. Empfindliche oder zu Rötungen neigende Haut sollte mechanische Peelings mit Körnern meiden und stattdessen zu Enzympeelings, zum Konjac-Schwamm oder sehr milden, schwach konzentrierten Fruchtsäurepeelings greifen. Achten Sie darauf, dass die Formel ohne Parfum und ohne potenziell reizende ätherische Öle auskommt.
Kann man ein Gesichtspeeling selber machen?
Ja – ein Teelöffel feines Mandel- oder Haferpulver mit etwas Honig oder Pflanzenöl ergibt ein sanftes mechanisches Peeling; eine Paste aus Tonerde und Hydrolat wirkt klärend. Grobe Zutaten wie Zucker oder Salz gehören nur an den Körper, nicht ins Gesicht. Die Zutaten dafür finden Sie unter Tonerden und Bio-Pflanzenöle.
Muss man nach dem Peeling eine Feuchtigkeitscreme auftragen?
Ja, immer. Das Peeling entfernt auch einen Teil des schützenden Hydrolipidfilms – tragen Sie in den Minuten danach ein Gesichtswasser und Ihre Tages- oder Nachtcreme auf, um den Hautkomfort wiederherzustellen.
Enthalten Bio-Peelings Mikroplastik?
Nein – das ist einer der wichtigsten Vorteile zertifizierter Bio-Peelings. Die Peelingkörner sind zu 100 % natürlichen Ursprungs und biologisch abbaubar (Mandelpulver, Nussschalen, Zucker). Viele herkömmliche Peelings enthielten lange Polyethylen oder Polypropylen – Mikroplastik, das sich in den Ozeanen anreichert.
Liefern Sie Bio-Gesichtspeelings in die ganze Schweiz?
Ja, schnelle Lieferung in die ganze Schweiz, versandkostenfrei ab CHF 79.– Bestellwert.