Unter den vielen heute bekannten Gewürzen nehmen Zimt und Kurkuma eine herausragende Stellung ein. Kurkuma, ein Grundnahrungsmittel der indischen Küche, stammt ursprünglich aus Südostasien. Zimt hingegen wird aus der inneren Rinde des Zimtbaums gewonnen, der hauptsächlich in Sri Lanka wächst. Aufgrund ihrer besonders interessanten Zusammensetzung sind Zimt und Kurkuma derzeit Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. In diesem Artikel laden wir Sie ein, mehr über Zimt und Kurkuma, zwei faszinierende Gewürze, zu erfahren.
Zimt, eines der ältesten Gewürze der Welt
In der Küche ist Zimt in Desserts unübertroffen. Doch wer Milchreis, Lebkuchen oder Zimtapfelkuchen zubereitet, würde wohl kaum ahnen, dass es sich um eines der ältesten Gewürze der Welt handelt. Zimt ist seit der Antike bekannt und wurde bereits von den alten Ägyptern verwendet. Das Gewürz wird aus der inneren Rinde des Zimtbaums (Cinnamomum verum) gewonnen, der bis zu 15 Meter hoch werden kann und ursprünglich aus Sri Lanka stammt. Er wächst aber auch in den Wäldern Madagaskars, auf der Insel Java und sogar in den französischen Antillen. Heute ist Indonesien der weltweit führende Zimtproduzent mit einem Anteil von 45 % an der globalen Produktion, vor China (35 %), Vietnam (11 %) und Sri Lanka (8 %).
Die Verwendung von Zimt in der Küche hat sich weit über Asien hinaus verbreitet und ist heute weltweit bekannt. Doch wie genau wird Zimt gewonnen? Dieses Gewürz besteht aus der inneren Rinde des Zimtbaums, die in Form von aufgerollten Rindenröhrchen oder -spänen erhältlich ist. Sie kann auch getrocknet und direkt als Pulver verkauft werden. Es gibt verschiedene Zimtqualitäten. Zimt aus der Rinde von Cinnamomum verum, auch Ceylon-Zimt genannt, ist unbestreitbar hochwertiger als Zimt aus Cinnamomum cassia, dem chinesischen Zimt. Letzterer, auch „falscher Zimt“ genannt, hat ein anderes Aroma als Ceylon-Zimt, ist würziger und vor allem günstiger. Achten Sie daher beim Kauf auf die Herkunft des Zimts.
Kurkuma oder „indischer Safran“
Der Begriff „Kurkuma“ bezeichnet eigentlich eine rhizombildende, krautige Pflanze (Curcuma longa), die in Süd- und Südostasien beheimatet ist. Kurkuma gehört wie Ingwer und Kardamom zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Diese Pflanze bildet auch eine Wurzel, das sogenannte Rhizom, das geerntet, gewaschen und getrocknet wird. Anschließend wird es als frische Wurzel oder gemahlen als Pulver verkauft. Verwechseln Sie „echte“ Kurkuma nicht mit der Zierpflanze Curcuma alismatifolia, auch Siam-Tulpe genannt. Obwohl auch diese ein Rhizom bildet, dient sie rein dekorativen Zwecken.
Kurkuma-Rhizome können bis zu 30 cm lang werden, sind zylindrisch und innen orange-gelb. Dies liegt an dem enthaltenen natürlichen Farbstoff Curcumin, der die Verwendung von Kurkuma als Lebensmittelfarbstoff erklärt. Archäologischen Funden zufolge wurde Kurkuma bereits 600 v. Chr. in Assyrien, einer antiken Region im nördlichen Mesopotamien, als Lebensmittelfarbstoff verwendet. Seit Jahrtausenden dient Kurkuma auch als Färbepflanze zum Färben vieler Textilien, insbesondere des „Kesa“, der traditionellen Robe buddhistischer Mönche. Aufgrund seiner charakteristischen Farbe wird Kurkuma auch als „indischer Safran“ bezeichnet.
Zimt und Kurkuma sind zwei erstaunliche Gewürze, die die Jahrhunderte überdauert haben und uns bis heute erhalten geblieben sind. Sie sind heute weit verbreitet und haben auch in Zukunft eine vielversprechende Zukunft vor sich.
