Haarfärbemittel sind seit Jahren Gegenstand von Diskussionen, da die meisten von ihnen potenziell giftige Substanzen enthalten, von denen einige allergische Reaktionen auslösen. Um das Haarefärben weiterhin zugänglich zu machen, gibt es nun eine Lösung: pflanzliche Farbstoffe. Erfahren Sie in diesem Artikel, warum und wann Sie diese verwenden sollten!
Wenn Sie pflanzliche Haarfarben als Ersatz für „klassische“ Haarfarben ausprobieren möchten, sollten Sie zunächst verstehen, was pflanzenbasierte Haarfarben sind, wie sie genau funktionieren und in welchen Fällen sie für optimale Ergebnisse angewendet werden sollten.
Pflanzliche Haarfarben: Was sind sie?
Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass Ihr Haar nach dem Färben strapaziert aussieht oder dass Sie es nach dem Färben besonders pflegen müssen, um es gesund zu erhalten? Keine Sorge: Diese beiden Situationen sind leider sehr häufig, da herkömmliche und chemische Haarfarben die Haarstruktur schädigen. Ihr Gehalt an Ammoniak, Peroxid, PPD und Resorcin ist aggressiv und kann sich auch negativ auf Ihre Gesundheit auswirken. Herkömmliche Haarfarben enthalten zudem Parabene und eine Vielzahl anderer giftiger Chemikalien, die die Kopfhaut reizen. All diese Gründe sprechen dafür, dass immer mehr Menschen auf pflanzliche Haarfarben umsteigen!
Diese Haarfarben haben den Vorteil, dass sie keine dieser Verbindungen enthalten. Ihre Rezeptur basiert auf Pigmenten aus natürlichen Inhaltsstoffen, Ölen und Pflanzenextrakten wie Henna, Kamille, Hibiskus, Kaffee, Rote Bete, Salbei, Rosmarin oder Walnuss. Kurz gesagt: Jede pigmentreiche Pflanze, Blüte oder Frucht eignet sich perfekt für eine pflanzliche Haarfarbe. Neben einer schönen, natürlichen Farbe pflegen diese Haarfarben das Haar intensiv und verleihen ihm Glanz.
Wie funktionieren pflanzenbasierte Haarfarben?
Im Gegensatz zu herkömmlichen Haarfarben sind pflanzliche Haarfarben nicht permanent und waschen sich allmählich aus. Sie halten in der Regel ein bis zwei Monate, je nach Haartyp. Allerdings gibt es einen Haken: Manche pflanzliche Haarfarben werden als „semi-permanent“ für länger anhaltende Ergebnisse beworben, enthalten aber meist Oxide, die das Haar bleichen, und sind nicht vollständig natürlich.
Ein weiterer Vorteil pflanzlicher Haarfarben ist, dass sie im Gegensatz zu chemischen Farben keinen Ansatz-Effekt erzeugen, da sie nicht permanent sind. Die Farbe verblasst daher mit jeder Haarwäsche und unterscheidet sich nicht von der Farbe Ihres nachwachsenden Haares.
In welchen Fällen sollten pflanzenbasierte Haarfärbemittel verwendet werden?
Der größte Nachteil pflanzlicher Haarfarben ist, dass sie nicht bleichen: Wenn Sie Ihr Haar also nur um eine Nuance aufhellen möchten, sind sie nicht die richtige Wahl. Mit pflanzlichen Haarfarben können Sie einen Ton-in-Ton-Effekt erzielen oder Ihr Haar um bis zu zwei oder drei Nuancen dunkler färben. Sie eignen sich auch hervorragend, um Ihrem Haar sanfte, natürliche Highlights zu verleihen (immer in einer Nuance dunkler als Ihre Naturhaarfarbe).
Da pflanzliche Haarfarben keine Oxide oder andere toxische Verbindungen enthalten, sind sie ideal für Menschen mit Allergien oder empfindlicher Kopfhaut. Natürlich eignen sie sich auch perfekt für alle, die sich eine natürliche Farbveränderung wünschen, ohne ihr Haar zu schädigen. Tatsächlich wirken die meisten pflanzlichen Haarfarben wie eine Haarmaske, da sie natürliche, regenerierende Wirkstoffe wie Arganöl oder Fruchtsäuren enthalten, die das Haar pflegen.
