Geschichte und Ursprung von Les Jardins de Gaïa
Les Jardins de Gaïa entstanden 1994 auf Initiative von Arlette Rohmer, einer elsässischen Erzieherin mit langjähriger Leidenschaft für Botanik und Umweltaktivismus. Geboren 1956 und bereits in der Kindheit von ihrem Vater bei Spaziergängen in die Pflanzenkunde eingeführt, stellte sie früh ihre eigenen Kräutertees her und engagierte sich als Teenagerin ehrenamtlich in dem Laden, der zum ersten Biocoop im Elsass werden sollte. Nach einem Jahr prägender Reisen in Griechenland und Nordafrika und verschiedenen Erfahrungen — Alternativ-Kabarett in Sélestat, Kräutertee-Verkauf auf deutschen Messen — löst eine Begegnung mit einem Teebauern auf einer Bio-Messe das Projekt Les Jardins de Gaïa aus.
Der Name der Marke bezieht sich auf die japanischen Teegärten und auf Gaïa, die Mutter-Erde-Göttin der griechischen Mythologie. Das Abenteuer beginnt in der Küche der Gründerin in Wittisheim im Elsass, wo sie ihre ersten Tees von Hand abfüllt und eigene Mischungen kreiert. Eine erste Listung bei Biocoop im Jahr 1996 löst den Durchbruch aus. Die folgenden Jahre prägen die Pioniersidentität des Hauses: 1995, erste Bio- und Demeter-Zertifizierung eines Tee-Gartens (Selimbong in Darjeeling); 1996, erste Belieferung mit Rooibos von der Kooperative Wupperthal in Südafrika; 1999, erster Verkauf von japanischem Bio-Grüntee in Frankreich; 2001, erste Zertifizierungen für fairen Handel Max Havelaar; 2004, Bau des heutigen Sitzes in Wittisheim, umgeben von sechs Zen-Gärten, und Eröffnung des Teehauses mit Verkostungen und Workshops; 2017, Eröffnung der Teeschule mit Ausbildungen bis zum Sommelier-Kurs; 2024, Lancierung der per Segelfrachter importierten Tees zum 30-jährigen Jubiläum. Die Leitung liegt heute bei Chloé Kuhlmann, der Tochter der Gründerin, während Arlette Rohmer weiterhin die Mission der Marke verkörpert.
Engagement und Zertifizierungen
Les Jardins de Gaïa verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz: 100% der Tees und Kräutertees sind bio, 75% aus fairem Handel und 7 bis 10% aus biodynamischer Landwirtschaft. Die Marke gehörte zu den ersten mit Max-Havelaar-Zertifizierung (2001), bevor sie 2016 der World Fair Trade Organization (WFTO) beitrat — einem strengeren Referenzsystem, das das gesamte Unternehmen zertifiziert, nicht nur einzelne Produkte. Das Unternehmen wurde 2018 als Bio Entreprise Durable® für sein globales CSR-Engagement zertifiziert und erhielt im selben Jahr die Trophée Engagement Sociétal RSE. 2020 gründete es seinen Stiftungsfonds, der Projekte zum Schutz der Biodiversität, zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung und zur Verteidigung von Frauenrechten fördert — finanziert insbesondere durch das Sortiment Engagierter Tees, bei dem 50 Cent pro verkauftem Beutel an ausgewählte Organisationen gespendet werden.
Das Beziehungsmodell zu den Produzenten ist ebenso anspruchsvoll: direkte Beziehungen, Vorfinanzierung der Ernten, langfristiges Engagement, technische Begleitung bei der Umstellung auf Bio- und biodynamischen Anbau. Die Marke bevorzugt kleine Produzenten und kleine Projekte im Sinne einer Landwirtschaft auf menschlichem Massstab. Der Sitz in Wittisheim beschäftigt heute rund 80 Mitarbeitende, überwiegend aus der Region, und arbeitet mit ESAT (geschützten Werkstätten) für die Konfektionierung zusammen — die manuell erfolgt, Blatt für Blatt, ebenso wie die Aromatisierung und die Mischungen. 2024 gehörte Les Jardins de Gaïa im Rahmen einer drastischen Reduktion der CO₂-Emissionen zu den ersten französischen Importeuren, die eine Teeladung per Segelfrachter einführten.
Das Sortiment Les Jardins de Gaïa bei Green-Shop
Green-Shop bietet eine repräsentative Auswahl aus dem Sortiment Les Jardins de Gaïa, das insgesamt rund 500 Referenzen in Bio-Tees und -Aufgüssen umfasst. Das Haus deckt alle grossen Teefamilien ab: schwarze Tees (Grands Crus aus Darjeeling, Assam, Ceylon, Bio-Earl-Grey), grüne Tees (China und Japan, Sencha, Matcha, Gyokuro), weisse Tees, Oolong-Tees, dunkle Pu-Erh-Tees sowie ein breites Sortiment an Rooibos (südafrikanischer Roter Tee, pur oder aromatisiert).
Die Kräuter- und Früchtetees ergänzen das Angebot, ebenso wie die Weihnachtstees mit Gewürzen (Zimt, Ingwer, Orangenschalen, Gewürznelken), erhältlich als Schwarztee, Rooibos oder Aufguss. Das Haus hat auch die Schwestermarke Terra Madre lanciert, die sich den Gewürzen in Bio- und Fair-Trade-Qualität widmet. Die Engagierten Tees — erkennbar am Hinweis auf dem Etikett — finanzieren konkrete Verbandsprojekte (Biodiversität, Behinderung, Frauenrechte). Die Verpackungen reichen vom einzelnen Beutel bis zum losen Tee in Metall- oder Kartonboxen. Entdecken Sie auch unsere Auswahl an Wohlbefindensprodukten und alle unsere Partnermarken.
FAQ
Wer hat Les Jardins de Gaïa gegründet?
Les Jardins de Gaïa wurden 1994