Bio-Tee: von der Kanne in die Tasse – das Wesentliche
Alle Tees – grün, schwarz, weiss, Oolong, Pu-Erh – stammen von derselben Pflanze, dem Teestrauch (Camellia sinensis). Was sie unterscheidet, ist die Verarbeitung nach der Ernte: der Oxidationsgrad, die Trocknungstemperatur und allfällige Fermentationen. Die Bio-Zertifizierung garantiert einen Anbau ohne synthetische Pestizide – der Teestrauch wird im konventionellen Anbau stark behandelt.
Bio-Matcha: ultrafeines japanisches Grünteepulver – die Teesträucher werden 3 bis 4 Wochen vor der Ernte beschattet, um den Gehalt an Chlorophyll und Theanin zu erhöhen; die Blätter (Tencha) werden dann getrocknet und auf Steinmühlen vermahlen. Matcha in Zeremonienqualität – für die traditionellen Zubereitungen Usucha und Koicha – ist leuchtend grün, mild und leicht umami. Culinary Matcha ist bitterer und weniger fein – passend für Smoothies, Backwaren und Lattes. Mit 70-75°C heissem Wasser (nie kochend) und einem Chasen (Bambusbesen) zu einem homogenen Schaum aufschlagen.
Bio-Grüntee: nicht oxidierte Blätter der Camellia sinensis, rasch nach der Ernte getrocknet. Japanische Grüntees – Sencha, Bancha, gerösteter Bancha und Kukicha (Zweigtee) von Lima – werden dampfbehandelt: krautiger, grüner, leicht jodiger Geschmack. Chinesische Grüntees wie der Jasmintee Moli Hua Cha von Les Jardins de Gaïa werden in der Pfanne geröstet – röstiger, milder Geschmack. Yogi Tea kombiniert Grüntee mit Ingwer, Zitrone oder Jasmin. Bei 70-80°C 2 bis 3 Minuten ziehen lassen.
Bio-Schwarztee: vollständig oxidierte Blätter – die enzymatische Oxidation entwickelt die Gerbstoffe und die charakteristisch kräftigen Aromen. Wichtigste Herkünfte: Darjeeling (Indien – blumige Muskatnoten), Assam (Indien – kräftiger Körper, malzig), Ceylon/Sri Lanka (würzige Noten), Yunnan (China – Milde und Kakaonoten). Earl Grey: Schwarztee, aromatisiert mit natürlichem Bergamottöl (Les Jardins de Gaïa, Swiss Alpine Herbs). Dazu English Breakfast, P'tit Déj und Black Chai mit Gewürzen von Yogi Tea. Bei 90-95°C 3 bis 5 Minuten ziehen lassen.
Bio-Weisstee: der am wenigsten verarbeitete Tee – junge Knospen und erste Blätter, einfach an der Luft getrocknet, ohne gezielte Oxidation und ohne Röstung. Feiner, leicht süsser Geschmack mit Blüten- und Birnennoten. Bei 75-80°C 3 bis 5 Minuten ziehen lassen. In unserer Auswahl: der Weisstee im Beutel von Swiss Alpine Herbs und der parfümierte Weisstee Dhyana Eau von Les Jardins de Gaïa.
Bio-Pu-Erh: fermentierter Tee, hauptsächlich aus Yunnan (China) – die mikrobielle Fermentation der Blätter entwickelt charakteristisch erdige, holzige, bisweilen moschusartige Aromen. Zwei Typen: roher Pu-Erh (Sheng), natürlich gereift, und gereifter Pu-Erh (Shou) mit beschleunigter Fermentation. Wird pur genossen, ohne Milch – in unserer Auswahl der rote Pu-Erh von NaturKraftWerke.
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Bio-Tee richtig zubereiten
Temperatur und Ziehzeit nach Teesorte:
Matcha: 70-75°C, 30 Sekunden aufschlagen. Weisstee: 75-80°C, 3-5 Minuten. Japanischer Grüntee (Sencha): 70-75°C, 1-2 Minuten. Chinesischer Grüntee: 80°C, 2-3 Minuten. Schwarztee: 90-95°C, 3-5 Minuten. Pu-Erh: 95-100°C, 3-5 Minuten.
Loser Tee oder Beutel: Loser Tee lässt die Blätter sich frei im Wasser entfalten – maximaler Wasserkontakt für eine schöne Aromaextraktion. Industriebeutel enthalten oft Fannings (Blattbruch geringerer Qualität), die schnell ziehen, aber mehr Gerbstoffe abgeben (Bitterkeit). Verwenden Sie eine Kanne mit Sieb, ein Tee-Ei aus Edelstahl oder ein feines Sieb für losen Tee.
Mehrere Aufgüsse: Hochwertige Tees (Pu-Erh, japanische Grüntees) vertragen 2 bis 4 aufeinanderfolgende Aufgüsse – jeder Aufguss zeigt andere Aromen. Der erste ist oft der leichteste, der zweite der aromatischste.
FAQ – Bio-Tees
Enthält Bio-Matcha mehr Koffein als klassischer Grüntee?
Ja – Matcha enthält mehr Koffein als ein aufgegossener Grüntee, weil das ganze Blatt als Pulver konsumiert wird statt nur der Aufguss. Eine Portion von 2 g Matcha enthält rund 60-70 mg Koffein, eine Tasse Sencha 20-30 mg. Matcha ist zudem reich an L-Theanin, einer für den Teestrauch charakteristischen Aminosäure.
Was unterscheidet Zeremonien-Matcha von Culinary Matcha?
Zeremonien-Matcha entsteht aus den ersten beschatteten Frühlingsblättern, auf Steinmühlen vermahlen – leuchtend grüne Farbe, milder Umami-Geschmack, feine Textur. Culinary Matcha stammt aus späteren Ernten – mattere Farbe, bitterer, weniger fein. Für den puren Teegenuss wählen Sie die Zeremonienqualität. Für Smoothies, Lattes und Backwaren passt der Culinary-Grad bestens.
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