Bio-Weizenmehl: Mahlgrade verstehen
Bio-Weizenmehl gibt es in verschiedenen Typen je nach Ausmahlungsgrad, angegeben durch den Buchstaben T gefolgt von einer Zahl. Je höher die Zahl, desto mehr Kleie und Keim enthält das Mehl — und desto nährstoffreicher ist es.
T45 : sehr feines Weissmehl, arm an Ballaststoffen. Ideal für Feingebäck, zarte Kuchen und Saucen.
T65 : leicht vollständigeres Weissmehl, das vielseitigste. Geeignet für Weissbrot, Pizza und Pasta.
T80 : helles oder halbvollständiges Mehl, gutes Gleichgewicht zwischen Leichtigkeit und Nährstoffen. Empfohlen für Landbrot.
T110 : ballaststoffreicheres halbvollständiges Mehl. Ideal für rustikale Brote und dichteres Gebäck.
T150 : Vollkornmehl mit dem gesamten Korn. Sehr reich an Ballaststoffen, Mineralien und Vitaminen. Für Vollkornbrot.
Alternatives Mehl und glutenfreies Mehl
Jenseits von Weizen bieten alternative Mehle eine grosse Vielfalt an Aromen und Nährstoffprofilen:
Buchweizenmehl : technisch eine Pseudogetreide, von Natur aus glutenfrei, mit ausgeprägtem, leicht bitterem Geschmack. Unverzichtbar für bretonische Galettes und Buchweizencrêpes. Reich an Proteinen und Ballaststoffen.
Dinkelmehl : altes Getreide, leichter verdaulich als moderner Weizen. Enthält Gluten, aber in geringerer Menge und in einer anderen Form, die von manchen empfindlichen Personen besser vertragen wird.
Reismehl : von Natur aus glutenfrei, neutraler Geschmack, leicht. Perfekt für glutenfreies Gebäck und asiatische Zubereitungen.
Hirseimehl : glutenfrei, mild und leicht süsslich. Gute Mineralstoffquelle. Wird in Mischungen für Brot und Galettes verwendet.
Kastanienmehl : glutenfrei, mit charakteristischem Herbstaroma. Wird in kleinen Mengen gemischt mit anderen Mehlen für Kuchen, Crêpes und Kekse verwendet.
Kokosmehl : glutenfrei, reich an Ballaststoffen und gesunden pflanzlichen Fetten. Sehr saugfähig — Rezepte brauchen wenig Mehl. Leicht süsslicher Geschmack.
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Bio-Mehl richtig wählen und aufbewahren
Die Wahl des Mehls hängt vor allem vom Rezept ab: Weissmehle (T45, T65) ergeben luftigere Ergebnisse beim Backen, während Vollkornmehle mehr Geschmack und Struktur beim Brot bringen. In der Küche dicken Reis- oder Maismehl Saucen und Suppen wirksam ein. Für die Aufbewahrung: Bio-Mehle in einem luftdichten Behälter lichtgeschützt und trocken lagern. Vollkornmehle, reicher an Ölen aus dem Keimling, halten sich weniger lang als Weissmehle — lieber in kleineren Mengen kaufen.
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FAQ — Bio Mehl
Welches Mehl für glutenfreies Brot verwenden?
Eine Mischung aus glutenfreien Mehlen ergibt bessere Ergebnisse als ein einziges Mehl: Reismehl (Leichtigkeit), Buchweizenmehl (Geschmack und Halt) und Hirseimehl (Weichheit) kombinieren. Ein natürliches Bindemittel wie Flohsamenschalen oder Guarkernmehl hinzufügen, um den strukturgebenden Effekt von Gluten zu ersetzen.
Ist Dinkelmehl für Glutenintolerante geeignet?
Nein. Dinkel enthält Gluten. Allerdings ist seine Proteinstruktur anders als die von modernem Weizen und kann von manchen empfindlichen Personen (ohne diagnostizierte Zöliakie) besser vertragen werden. Zöliakiepatienten müssen es unbedingt meiden.
Was ist der Unterschied zwischen Vollkornmehl und Integralmehl?
Halbvollständiges Mehl (T110) behält einen Teil der Kleie und des Keimlings. Vollkornmehl (T150) behält das gesamte Korn einschliesslich der äusseren Hülle. Vollkorn ist ballaststoff- und mikronährstoffreicher, ergibt aber dichtere Texturen.
Kann man Weizenmehl direkt durch Reismehl ersetzen?
Nicht direkt im gleichen Verhältnis — Reismehl ist feiner und nimmt Flüssigkeiten anders auf. Beim Backen empfiehlt es sich, zunächst 25% des Weizenmehls durch Reismehl zu ersetzen und dann je nach Ergebnis anzupassen.
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